Alle Beiträge von AI-Team Solingen

Kino für Menschenrechte: Citizenfour

Edward Snowden & Glenn Greenwald in Hongkong. © Praxis Films

Am 5. Februar 2019 zeigen wir in Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Citizenfour“ über die Geschichte Edward Snowdens.

„Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden.

CITIZENFOUR ist ein Thriller aus der Wirklichkeit, in dem sich die dramatischen Ereignisse Minute für Minute direkt vor unseren Augen entfalten – die atemberaubend spannende Geschichte über den waghalsigen Schritt eines jungen Whistleblowers, eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft.“

Als Gesprächspartner für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Tobias Morsches eingeladen. Der Experte für IT-Sicherheit engagiert sich ehrenamtlich seit vielen Jahren im Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung und beim Verein Digitalcourage.

Citizenfour
Dokumentarfilm, USA/Deutschland 2014
Regie: Laura Poitras

Dienstag, 5. Februar 2019, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

In Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen.

Johan Teterissa ist frei!

Über Jahre hinweg setzte sich unsere Amnesty-Gruppe für die Freilassung von Johan Teterissa ein. Der Grundschullehrer war 2008 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er in Anwesenheit des damaligen indonesischen Präsidenten die molukkische Flagge gehisst hatte. Jetzt wurde er nach über 10 Jahren aus der Haft entlassen und konnte zu seiner Familie zurückkehren.

Screenshot Instagram @amnestyindonesia

Papang Hidayat von Amnesty International Indonesien schrieb am 25. Dezember 2018:

„Wir bekamen gerade die erfreuliche Nachricht, dass Johan Teterissa freigelassen wurde. Er ist inzwischen in seiner Heimatstadt Aboru Island, Molukken. Wir können dies aufgrund eines Telefongesprächs mit ihm bestätigen. Zusammen mit ihm wurde ein weiterer molukkischer politischer Gefangener, Johanis Riry, freigelassen während immer noch sechs weitere politische Häftlinge im Gefängnis von Ambon festgehalten werden.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Während meines Gesprächs mit ihm sprach Johan allen Amnesty-Mitgliedern, die sich für ihn eingesetzt, seine bedingungslose Freilassung gefordert hatten und ihn zu einem politischen Häftling erklärten (er ist kein Krimineller!) seinen Dank aus.“

Auftaktveranstaltung „Cities for Life“ erfolgreich

Die Resonanz war trotz starker Termin-Konkurrenz erfreulich gut. Etwa 30 Besucher fanden am 30. November – dem internationalen Tag gegen die Todesstrafe – den Weg in den Franziskus-Saal der Gemeinde St. Clemens, auch dank der grünen Beleuchtung der Kirchenfenster, die Frank Göllmann inszeniert hatte.

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Aufwühlende Theateraufführung gegen die Spirale des Hasses

„Du sollst nicht hassen“ heißt die Biographie von Dr. Izzledin Abueleish. Die Adaption für die Bühne: „Ich werde nicht hassen“. Das Ein-Personen-Stück berichtet aus der Ich-Perspektive des palästinensischen Frauenarztes, der in Israel arbeitete, um seinen beruflichen Traum zu verwirklichen, der aber auch seinen palästinensischen Landsleuten zu einem besseren Leben verhelfen wollte. Er scheiterte in Gaza an der Hamas, in Israel an der Willkür der Behörden, die ihn immer wieder schikanierten. Michael Morgenstern vom Ali Jalaly-Ensemble verkörperte diesen Menschen zwischen Begeisterung und blanker Verzweiflung mit einer Intensität, die das Publikum erschütterte. 70 Besucher waren am 23. November in die Evangelische Stadtkirche Ohligs gekommen, um die Geschichte von Dr. Abueleish zu sehen. Amnesty International hatte zusammen mit der Theatergruppe Gaudium der Kirchengemeinde dazu eingeladen.

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Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe

Die Solinger Gruppe von Amnesty International hat die Stadt Solingen angeregt, dem Bündnis „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ beizutreten. Am 30. November 2017 beschloss der Stadtrat einstimmig, sich der Initiative der katholischen Laienorganisation Sant‘Egidio anzuschließen. Zum ersten Mal nimmt Solingen nun am 30. November 2018 am internationalen Tag der Städte gegen die Todesstrafe teil. Weltweit werden an diesem Abend markante öffentliche Gebäude grün angestrahlt und kulturelle Veranstaltungen organisiert.

In diesem Jahr richten wir den Abend in Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft Solingen MiNor, dem Katholikenrat Solingen und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid aus. Der Lichtkünstler Frank Göllmann wird die Kirchenfenster von St. Clemens mit grünen Lichtstreifen in Szene setzen. Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe weiterlesen